Hundesport und Zuchtverein 1926 e.V.

Ihr Ansprechpartner rund um Hundeerziehung und Hundesport

# Wir Bleiben Zu Hause

Hier wollen wir euch jeden Tag eine kleine Übung zeigen, mit der ihr eure Lieblinge zu Hause beschäftigen könnt. 

Bitte beachtet dabei, dass eure Hunde fit genug für die Übung ist, trainiert in kurzen Intervallen und gönnt den Hunden auch mal eine Pause. Kein Hund kann alles auf einmal lernen, also nehmt euch Zeit und habt Geduld.

Viel Spaß beim Ausprobieren...

 Tag 1

"Peng" / "Schlaf" / "Fall um"

Welchen Namen ein Trick bekommt, ist ganz allein euch überlassen. Neben dem Wortsignal oder anstelle des Wortes ist auch immer ein Handzeichen/eine Bewegung möglich...

 

Die erste Variante ist ein guter Anfang, jedoch speichern Hunde nicht immer ab, was sie tun, wenn sie dem Leckerli folgen.

Versucht es im nächsten Schritt mal, nur mit der Hand zu führen, indem ihr so tut, als ob ein Leckerli drin wäre.

 

Wenn das klappt, kann man ein Wortsignal einführen. Dazu das Wort sagen bevor die Handbewegung gemacht wird.

 

Später kann man dann einfach mal probieren, das Wort zu sagen und mit der Hand ein bis zwei Sekunden zu warten

- wenn der Hund das Wortsignal verknüpft hat, wird er die Bewegung auch ohne die Handbewegung ausführen.

- wenn nicht, dann einfach noch einmal mit der Hand führen.

 

 

 

 

 

  

 

 

Tag 2

Heute gibt es hier zwei Videos mit einer kleinen Auswahl an Tricks.

Wie ihr dem Hund einige davon beibringen könnt, erfahrt ihr in den nächsten Tagen... 

Hinterlasst uns gern einen Kommentar im Gästebuch, wenn euch einer besonders gut gefällt...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 3

Heute wollen wir euch das Handtarget erklären. Ziel ist es, dass der Hund auf euer Signal (touch, stups, oder das Hinhalten der Hand..) mit seiner Nase an eure Hand stupst. 

Mit diesem "Trick" kann man viele Tricks beibringen.   

Für dieses Training ist es wichtig, dass ihr zunächst in einer ruhigeren Umgebung seid. So dass euer Hund nicht von Umweltreizen abgelenkt ist und sich ganz auf euch konzentrieren kann.

Zeigt eurem Hund mit etwas Abstand eure Hand (entweder flache Hand, Faust, Pistolenhand etc.). Bewegt sich euer Hund auf die Hand zu, wird er gelobt (Klicker oder Markerwort) und bekommt ein Leckerli. Sollte sich euer Hund nicht zur Hand hinbewegen, könnt ihr eure Hand auch etwas hin und her bewegen oder mit den Fingern wackeln, damit diese interessant wird. Nach ein paar Wiederholungen wird euer Hund die Hand auch tatsächlich berühren und dann müsst ihr kräftig loben. Belohnt den Stups die erste Mal mit einer richtigen „Party“, dann wird euer Hund ganz schnell verstehen, was ihr von ihm wollt. 

Wichtig ist, dass ihr beim 1. Schritt noch kein Signalwort benutzt. Erst wenn euer Hund verstanden hat, er soll mit seiner Nase an eure Hand, bauen wir das Kommando dazu auf.

Wenn euer Hund dann bereits beim Präsentieren der Hand sofort hin läuft und diese berührt, könnt ihr ein Wortsignal hinzufügen z. B. „Touch“, „Stups“. Dieses Signal sollte in dem Moment gesagt werden, bevor der Hund die Hand berührt. So lernt er, dass das Signal mit dem Berühren der Hand einhergeht.

Sollte diese Übung auf kurzer Distanz zuverlässig ausgeführt wird, könnt ihr versuchen die Distanz zu erhöhen oder Umweltreize mit einzubauen. (Training im Garten/Spaziergang).

Viel Spaß damit.

Tag 4

Habt ihr das Handtarget schon geübt? Dann kommt hier jetzt die erste Übung, die ihr mit dem Handtarget sehr gut aufbauen könnt: Slalom durch die Beine.

Dazu beginnt ihr mit eurem Hund links neben euch, macht mit dem rechten Bein einen Schritt nach vorn und bietet dem Hund rechts von euch selbst, d.h. auf der gegenüberliegenden Seite vom Hund aus betrachtet eure Hand an. Der Hund sollte nun durch die Beine laufen und dann eure Hand dort anstupsen.

Wenn das klappt, lobt und belohnt ihn ausgiebig!

Falls es nicht gleich klappt, bietet die Hand näher am Hund an, d.h. schiebt die Hand von rechts durch eure Beine, so dass sie näher am Hund ist. In kleinen Schritten könnt ihr dann immer weiter nach rechts gehen, bis der Hund durch die Beine läuft. Relativ schnell kann man dann auch die zweite Seite (von rechts nach links) ausprobieren und dann mit dem Hund ein paar Schritte gehen, während dieser im Slalom durch die Beine läuft...

Am Anfang lobt und belohnt bitte bei JEDEM Slalom. Wenn es gut klappt, jeden zweiten, dann jeden dritten usw. Zwischendurch aber immer mal die Anzahl wechseln und sowohl rechts also auch links belohnen...

Ein Wortsignal kann man einführen, sobald der Hund zuverlässig durch die Beine zur Hand läuft. Dazu erst das Wort sagen - z.B. "Durch" - dann den Schritt machen und die Hand anbieten.

Viel Spaß!

Tag 5

Heute haben wir an dieser Stelle Intelligenz-/Geschicklichkeitsspiele für euch. 

Damit kann man die Hunde nicht nur eine Zeit lang beschäftigen sondern auch auslasten, denn sie müssen ihren Kopf anstrengen, um die kniffligen Spiele zu lösen...

Neben den gezeigten Spielen, können auch Futterball, Kong, Schnüffelteppich oder selbstgebaute Spiele diesen Zweck erfüllen. Hier ein paar Ideen:

  • Klopapierrollen - Leckerli einfüllen, Öffnungen gut zusammendrücken, so dass die Leckerli nicht gleich herausfallen
  • Küchentücherrolle - abwechselnd mit Zeitung und ein paar Leckerli füllen
  • Stapelchipspackung, Joghurtbecher mit Deckel o.ä. - Löcher (Größe passend zum Leckerli) in die Packung schneiden, so dass die Leckerli durch Rollen nach und nach herausfallen können
  • Schuhkarton + Zeitungspapier - locker zerknülltes Papier im Karton verteilen, Leckerli darin verstecken (gern auch ins Zeitungspapier)
  • altes Handtuch - Leckerli in der Mitte einknoten
  • Plastikflasche (hart, z.B. Cola) - ein paar Leckerli einfüllen und mit Zeitung/Lappen/Korken o.ä. verschließen
    Lasst eurer Phantasie freien Lauf... Und viel Spaß!
     

 

Tag 6

Bei so schönem Wetter zeigen wir euch heute ein paar Trainingsideen aus dem Bereich Spaß-THS für alle Altersklassen. Hier geht es darum, Bewegung und Kopfarbeit zu kombinieren. Ihr könnt aus ganz alltäglichen Dingen eure eigenen Trainingsgeräte bauen. In unserem Video findet ihr hierzu ein paar Anregungen. 

Die Sprünge können ganz variabel in der Größe angepasst werden, je nachdem was ihr als Unterlage für die Latten benutzt (hier lassen sich z.B. auch haushaltsübliche Schüsseln und ein Besenstiel wunderbar nutzen). Nehmt für junge Hunde und auch Senioren bitte nur niedrige Sprünge um die Knochen und Gelenke zu schonen. Aus zwei Eimern und einer breiten Holzlatte könntet ihr zum Beispiel auch einen Steg bauen, über den euer Hund laufen soll. 
Als Untergründe zum Drüberlaufen eignen sich z.B. eine alte Rettungsdecke, Knister- und Luftpolsterfolie oder wie in unserem Beispiel ein großer Müllsack. Für den Slalom eignet sich so ziemlich alles, was man so im Haushalt besitzt. Getränkeflaschen, Gießkannen, Schüsseln, Blumentöpfe... Hier ist eurer Fantasie keine Grenze gesetzt! Wenn ihr zuvor noch keinen Slalom gemacht habt nehmt eher größere Gegenstände, die für euren Hund gut zu erkennen sind.
Bitte bedenkt bei all den Übungen, dass dies eine neue Erfahrung für euch und euren Hund ist. Baut nicht alle Stationen auf einmal auf. Geht langsam in kleinen Schritten voran, Übung für Übung, lasst euch und eurem Hund Zeit, die neuen Aufgaben kennenzulernen. Wenn die einzelnen Stationen klappen könnt ihr diese nach und nach miteinander kombinieren. Wir wünschen euch viel Spaß beim Üben - und schickt uns doch gerne ein Bild von eurem selbstgebauten Parcours!

Tag 7

Heute mal was Süßes und einfaches - Klingeln...

Aufgebaut wird das genauso einfach wie das Handtarget. Die Klingel oder einen vergleichbaren Gegenstand dem Hund hinhalten. Wenn der Hund sich dafür interessiert sofort loben und belohnen. 

Dann die Klingel auf den Boden stellen, und auch zunächst das Interesse belohnen. Dann aber besonders belohnen, wenn der Hund mit der Pfote die Klingel berührt. Alternativ kann man auch direkt Pfote geben abfragen, so dass der Hund die Klingel in unserer Hand berührt, aber das können vielleicht noch nicht alle...

Der Hund wird ziemlich schnell verstehen, dass es immer einen Keks gibt, wenn er klingelt. Wenn das zuverlässig funktioniert, kann man auch ein Wortsignal dazu einführen...

Viel Spaß damit...

 

 

Tag 8

Nach einem entspannten Wochenende wollen wie uns nun wieder den Tricks widmen... Klappt es denn schon mit dem Slalom durch die Beine und dem Handtarget?

Dann könnt ihr eurem Hund nun recht einfach beibringen, um einen Gegenstand zu laufen. Ausgangsposition ist dazu am besten links neben euch. Zusätzlich müsst ihr einen Gegenstand vor euch hinstellen. Der Gegenstand sollte stabil stehen, und von der Größe eurem Hund angepasst sein, also nicht zu klein oder zu leicht sein, so dass der Hund ihn nicht um- bzw. anstoßen kann und sich erschreckt. Zu sperrig, darf er aber auch nicht sein, denn ihr müsst mit dem Arm um den Gegenstand führen.

Also - nutzt das Handtarget und bietet es dem Hund links vom Gegenstand an. Wenn der Hund losläuft, bewegt ihr die Hand um den Gegenstand herum und wieder zu euch. Dabei dürft ihr nicht zu langsam sein, denn wenn der Hund die Hand anstupst, gibt es dafür die Belohnung. Ihr solltet aber auch nicht zu schnell führen, damit euer Hund versteht, dass er hinterher laufen soll. Nach einigen Wiederholungen wird es schon reichen, dem Hund mit der Hand die Richtung zu signalisieren, damit er um den Gegenstand läuft. Jetzt ist es an der Zeit ein Wortsignal zu verknüpfen. Dazu sagt ihr erst das Wort - z.B. "Geh Rum" oder "Außen", dann zeigt ihr die Hand, damit der Hund um den Gegenstand läuft. Erst jetzt sollte man Schritt für Schritt (maximal eine halbe bis ganze Hundelänge pro Schritt) die Entfernung vergrößern. Wenn der Hund das Grundprinzip verstanden hat, könnt ihr ihn um jeden beliebigen Gegenstand schicken...
Viel Spaß damit und lasst uns gern teilhaben an euren Trainingserfolgen!

Tag 9

Bevor wir mit etwas Neuem anfangen heute noch ein schöner Trick, den man mit dem Handtarget gut aufbauen kann - Männchen machen.

Ausgangsposition: Hund sitzt vor euch. Haltet die Hand knapp den Kopf, bzw. über die Nase, also nicht zu weit hinten. Der Hund sollte mit einem kleinen Hüpfer (Vorderpfoten werden leicht vom Boden genommen) an die Hand kommen. Beim Berühren loben und belohnen.

Die Hand in kleinen Schritten weiter nach oben und hinten führen, damit der Hund sich aufrichtet, um die Hand zu berühren. Es ist hierbei besonders wichtig, in kleinen Schritten aufzubauen, da der Hund erstmal die Muskulatur trainieren muss, um diese Position einzunehmen und schließlich zu halten. Wenn der Hund zu sehr mit dem Oberkörper wackelt oder sogar aufsteht, um die Hand zu erreichen, dann ist es noch zu schwer.

Viel Spaß!

Tag 10

Die Grundstellung kann auf zwei verschiedene Weisen erfolgen.

Große, etwas trägere Hunde gehen einfacher hinter dem Mensch vorbei, während agile Hunde sehr gerne direkt die Hinterhand umdrehen und in „einem Hüpfer“ die Grundstellung einnehmen. 

Variante 1:

In jede Hand eine Belohnung nehmen und den Hund hinter dem Körper führen. Wobei die Belohnung der rechten Hand nur zum lenken gedacht ist und die linke Hand dann die eigentliche Bewegung ausführt.

Den Hund mit der linken Hand in die Grundstellung führen und ein Kommando aussprechen in dem Moment wo der Hund die Grundstellung eingenommen hat. Später ist dieses Kommando der Anlass, dass der Hund sich auf den Weg zur Grundstellung macht.

Durch Hochziehen der Hand setzt der Hund sich hin. Man kann nun noch korrigieren mit der Belohnung, damit der Hund auch die korrekte Stellung eingenommen hat, bevor man die Belohnung frei gibt.

Variante 2:

In der linken Hand befindet sich die Belohnung. Mit dem linken Fuß einen Schritt zurückgehen und dann den Hund in einem Bogen links herum einlenken. Während der Hund die Position einnimmt, den linken Fuß wieder neben den rechten stellen und den Hund mit der Belohnung in Stellung bringen.

Auch hier wird die Belohnung nach oben gezogen, damit der Hund sich hin setzt. Im Moment, in dem der Hund die Grundstellung eingenommen hat, kommt das Kommando „Fuß“. Korrigieren bevor man füttert. 

Bei beiden Varianten wird am Anfang für das Einnehmen der Grundstellung gefüttert und später nach mehrmaligem Üben nur noch für die korrekte Ausführung.

Nach einiger Zeit reicht dann das Kommando und der Hund führt den Ablauf selbständig durch. 

Tag 11

Bodentarget

Das Bodentarget dient als Hilfsmittel für den Aufbau verschiedener Tricks. Ganz besonders nützlich ist es für Distanzarbeit. Als Bodentarget eignet sich beispielsweise ein flaches Sitzkissen, ein Platzdeckchen oder auch ein kleines Handtuch. 

Der Aufbau des Bodentargets funktioniert so ähnlich wie beim Handtarget. Zunächst zeigt man dem Hund das Target und belohnt jede Interaktion. Dann legt man das Target auf den Boden und lobt und belohnt, wenn der Hund das Target mit einer Pfote berührt. Indem man die Leckerlis wegwirft, wird ein Spiel draus und der Hund bekommt zugleich eine neue Ausgangsposition.

Ihr dürft gespannt sein, was man alles damit anstellen kann...

Tag 12

Zum Freitag machen wir uns fit fürs Wochenende - mit etwas Gymnastik für die Hunde.

Wenn ihr angefangen habt, das Bodentarget zu üben, wird diese Übung ein leichtes Spiel sein. Zur Einstimmung für den Hund sollte man das zunächst noch ein paar Mal machen.

Dann bietet eurem Hund doch einfach mal was anderes an als den Gegenstand, den ihr als Bodentarget ausgewählt habt. Zum Beispiel ein Balancekissen, wie im Video zu sehen ist, oder Sitz- oder Couchkissen, eine zusammengefaltete Decke - diese Sachen sind weich und deswegen werden die Muskeln ganz anders beansprucht, als auf hartem Boden. Alternativ kann man auch etwas erhöhen - mit einen kleinen Hocker, einem Eimer, oder ein paar Steine, Bretter, ... Dazu braucht der Hund auch wieder einen anderen Bewegungsablauf als für das flache Target. 

Der Aufbau mit dem Bodentarget bietet den ganz großen Vorteil, dass der Hund bei der Bewegung darauf achtet, was sich verändert. D.h. die Gefahr, dass er sich dabei verletzt ist eher gering. Er würde die Bewegung eher nicht ausführen, wenn es ihm nicht geheuer ist. Wenn man mit einem Leckerli lockt, ist das ganz besonders bei solchen Übungen sehr gefährlich, da der Hund ohne Rücksicht auf Verluste an den Keks kommen will!

Auch hier sind eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Bitte achtet aber unbedingt darauf, immer nur ein Kriterium zu verändern, d.h. entweder höher oder wackliger. Außerdem auch in kleinen, an die Größe eures Hundes angepassten Schritten zu verändern, also bitte nicht gleich als erstes den Pezziball ausprobieren! ;) 

Tag 13

"Nein"

Für diese Übung müsst ihr nicht zwingend das Kommando “Nein” benutzten. Es ist jedoch wichtig, dass es für ein Kommando steht, was absolut verboten ist. Was in der Übung als gute geistliche Auslastung dient, kann beim Gassi gehen eine Vergiftung verhindern. “Nein” bedeutet also ein absolutes Tabu.

Im ersten Schritt legt ihr ein Leckerli in eure Hand und schließt diese, sobald der Hund hin möchte, und sagt nein. Lobt und belohnt ihn mit einem Leckerli aus der anderen Hand. Der Hund darf niemals Erfolg haben und an das Leckerli rankommen.

Nach ein paar Wiederholungen werdet ihr schon ganz schnell merken, dass euer Hund darüber nachdenkt und bald nur noch vor der Hand sitzen bleibt und wartet. Sollte euer Hund sitzen/stehen/ liegen bleiben ohne einen Versuch zu starten an das Leckerli ranzukommen, so lobt ihn bitte ganz kräftig und belohnt ihn weiter mit einem Leckerli aus der anderen Hand. 

Die og. Übungen solltet ihr mindestens eine Woche trainieren, bis ihr einen Schritt weitergeht. Im nächsten Schritt legt ihr das Leckerlie etwas 1,5 m weg von eurem Hund und sagt das Kommando, in diesem Fall “Nein“. Der Abstand ist wichtig, da es für den Hund eine neue Herausforderung ist und keinesfalls Frustration aufkommen sollte. Sollte euer Hund versuchen an das Leckerli ran zu kommen, so legt eure Hand über das Leckerli und sagt erneut “Nein”. Baut den Abstand zum Hund immer kürzer auf und irgendwann könnt ihr es bei eurem Hund sogar auf die Pfote legen. Dann könnt ihr auch die Qualität der Leckerli steigern.

Hier noch ein paar Tipps:

Am Anfang ist es wichtig, nicht mit dem Leckerli zu belohnen, welches vorher tabu war. Der Hund im Video ist bereits 12 Jahre alt und das Kommando ist so gefestigt, dass er auch dieses Leckerli nehmen darf.

Bitte brüllt eure Hunde dabei nicht an, sagt es einfach nur bestimmt.

Am Einfachsten ist es, wenn ihre diese Übung auf Augenhöhe mit eurem Hund macht oder euch auf den Boden setzt.

Bitte denkt daran, dass jeder Hund verschieden ist. Manche Hunde verinnerlichen das „Nein“ mit einem derartigen Tabu, dass sie von dem Leckerli weichen und sich weiter zurücksetzen oder wegschauen. Zwingt diese Hunde bitte nicht das Leckerli auf die Pfote zu legen!

Viel Spaß beim Trainieren!

Tag 14

Für den entspannten Sonntag auf der Couch - Apportieren beibringen

Normalerweise bringt man dem Hund das Apportieren eines Dummys bei, aber in unserem Fall hat uns unser Hund immer den Schuh gebracht. Daher haben wir uns den Spaß erlaubt, ihn immer den anderen Schuh dazu holen zu lassen. Nun zum Aufbau:

🐾 Der Hund sollte den Gegenstand, den er bringen soll, gerne ins Maul nehmen und ihn als Begriff (Dummy, Schuh, Spieli etc.) kennen. Wenn ihr feststellt, dass Euer Hund gerne etwas im Maul hat oder herumträgt, kann das der geeignete Gegenstand zum Apportieren erlernen sein. Versucht, dass er Euch den Gegenstand bringt.

🐾Sichert Euren Hund mit einer Schleppleine, wenn er dazu neigt, mit dem Gegenstand abzuhauen oder sichert den Gegenstand mit der Schleppleine, damit ihr diesen heranziehen könntet. Dem Hund bitte nicht hinterherrennen. Ziel ist es, dass er Euch den Gegenstand freiwillig bringt.

🐾 In die Hocke gehen, nicht frontal zum Hund stehen, sondern eher seitlich zum Hund.

🐾 Werft den Gegenstand und fordert den Hund auf, diesen zu holen mit z. B. einem Befehl „Bring“, „Hol“, „Apport“ etc. Zuerst in kleiner Entfernung, dann immer weiter. Später reicht es, den Namen es Gegenstands zu nennen und der Hund bringt diesen ohne vorherigen Wurf.

🐾 Wenn Euch Euer Hund den Gegenstand bringt, belohnt ihn sofort mit Futter oder bietet ihm einen zweiten Gegenstand als Tausch an.

🐾 Ihr beendet das Training, wenn es gerade sehr gut geklappt hat und Euer Hund noch motiviert ist.

🐾 Bitte kein Stöckchen holen beibringen, zu hohe Verletzungsgefahr!!!

Viel Spaß

Tag 15

Pfote geben “Pfote”, “Freunde”, “Guten Tag”

Setzt euch am besten vor euren Hund auf den Boden. Lasst ihn auch sitzen, denn so wird ihm die Übung zunächst leichter fallen, weil weniger Gewicht auf den Vorderpfoten lastet. 

Nehmt ein Leckerli in die geschlossene Faust und haltet sie dem Hund vor den Brustkorb. Er wird nun zunächst versuchen, mit der Schnauze an das Leckerli zu kommen, aber ganz sicher schnell die Pfote zu Hilfe nehmen. Sobald er die Pfote auf die Faust legt, lobt und belohnt ihn.

Nach ein paar Wiederholungen bietet ihr die Faust ohne Leckerli an - sobald der Hund seine Pfote darauf legt, lobt und belohnt ihn. Im nächsten Schritt könnt ihr versuchen, ihm die flache Hand anzubieten. Und letztendlich sagt ihr das gewünschte Signal, bevor ihr die Hand hin haltet.

Achtet darauf, genügend Pausen einzubauen und zwischendurch mal ein Spiel zu spielen.

Viel Spaß



Tag 16

Impulskontrolle und Apportieren als Spiel

Bei dieser Übung wird das Sitz mit Ablenkung trainiert. Hier sollte euer Hund, wissen was „Sitz“ bedeutet. Oftmals sagen wir Zweibeiner aus Reflex „bleib“. Für unsere Hunde ist das jedoch ein weiteres Kommando und da oftmals „Hasso sitz, bleeeeib“ heißt, hat der Hund verinnerlicht, okay wenn Frauchen sitz und bleib sagt, dann soll ich sitzen bleiben. Sagt sie jedoch nur sitz stehe ich gleich wieder auf und laufe ihr nach.

Wie man es trainieren möchte, darf jeder selbst entscheiden. Hat man jedoch Lust, eine Prüfung mit dem Hund zu laufen, dann sollte man das „Bleib“ weglassen.

Für diese Übung lasst ihr euren Hund sitzen und lauft erstmal zwei Schritte vor euren Hund legt das Spielzeug ab und wartet einen Moment. Sollte euer Vierbeiner aufstehen, da der Reiz zu hoch ist, setzt ihr ihn wieder zurück an die Ausgangsposition. Ihr solltet nicht mit dem absoluten Lieblingsspielzeug anfangen - wenn euer Hund beispielsweise ein totaler Balljunkie ist, dann solltet ihr für den Aufbau dieser Übung, nicht den Ball nehmen. Langsam steigern ist die Devise.

Wenn der Hund sitzen geblieben ist, dann kommt die Auflösung und er darf es sich holen und dann wird kräftig gespielt. Sollte euer Hund kein „Spieltyp“ sein, dann belohnt mit Futter.

Aus dem einen Schritt werden dann immer mehr Schritte, aus dem Wohnzimmer wird der Garten, dann mal auf der Gassirunde. Ihr müsst das Spielzeug nicht hinlegen, sondern könnt es auch werfen, wenn(!) das „Sitz“ verinnerlicht ist.

Der Aufbau dauert, gebt dem Hund Zeit und fordert nicht gleich nach 3 Tagen, dass er sitzen bleibt und sein tollster Ball durch die Gegend fliegt, wo er eigentlich immer hinterher darf.

Vergesst bitte nicht den Spaß sowie die Ruhepausen beim Training. Hunde lernen sehr viel, wenn sie schlafen. Bewegen sie zum Beispiel die Pfoten während dem Schlaf oder geben Geräusche von sich, dann verarbeiten sie ihr gelerntes und womöglich klappt die Übung am nächsten Tag noch viel besser!

Tag 17

Heute kommt wieder unser Handtarget zum Einsatz. Fragt zunächst das Handtarget spielerisch zur Einstimmung ab - so kommt euer Hund in den Trainingsmodus. Dann führt ihr den Hund, der vor euch steht, mit dem Handtarget einmal um seine eigene Körperachse. Achtet darauf den Kreis zunächst nicht zu eng zu wählen. Lobt und belohnt ihn, wenn ihr wieder in der Ausgangsposition angekommen seid. Belohnt den Hund - d.h. gebt ihm das Leckerli - auf seiner Kopfhöhe, da viele Hunde ansonsten dazu neigen sich hinzusetzen.

Nach ein paar Wiederholungen werdet ihr merken, dass ihr den Hund gar nicht mehr komplett führen, sondern einfach mit dem Arm einen Kreis anzeigen könnt. Wenn das klappt, könnt ihr vor der Armbewegung euer Signal sagen - “Dreh dich”, “Links”/”Rechts”, “Tanzen”. Also erst das Signal, dann die Armbewegung und dann sollte sich der Hund vor euch einmal um sich selbst drehen…

Man sollte für die beiden Richtungen unterschiedliche Signale verwenden und sie deswegen auch getrennt trainieren.

Viel Spaß!



 

 

Tag 18

Elefantentrick/"Tanzen" Teil 1.

Für den neuen Trick verwenden wir das Bodentarget. Fangt wieder mit der einfachen Einstimmungsübung an, dass der Hund mit beiden Vorderpfoten das Bodentarget berührt. Im nächsten Schritt wollen wir, dass der Hund sicher mit beiden Pfoten auf dem Target stehen bleibt. Dazu werft ihr diesmal die Leckerlis nicht weg sondern füttert direkt auf dem Target, wichtig - in Kopfhöhe des Hundes, damit er sich nicht hinsetzt. Einfacher ist es für ihn am Anfang, wenn ihr euch vor den Hund hinsetzt und euch erst nach und nach aufrichtet. Wenn er sich doch hinsetzt, holt ihn mit dem Leckerli wieder ins Steh, d.h. Futter gibt es nur (!) im Stehen. Hier darf es ruhig in einer Position mal drei-vier Leckerlis nacheinander geben, damit der Hund lernt, dass “auf dem Target stehen” eine super Sache ist. Zwischendurch immer mal wieder ein Leckerli wegwerfen, damit der Hund wieder neu aufs Target laufen muss.

Tag 19

Elefantentrick/"Tanzen" Teil 2

Wenn ihr dann vor und euer Hund gut vor euch auf dem Target steht, macht einen kleinen Schritt (in Uhrzeiten vllt 1-2 Stunden) in eine Richtung. Wenn der Hund verinnerlicht hat, dass er frontal vor euch auf dem Target stehen soll, wird er sich nun eurer Position angleichen. Sobald der erste Schritt mit den Hinterpfoten gemacht wird, ausgiebig loben und belohnen. Das wiederholt ihr nun einige Male. Wenn das gut funktioniert, könnt ihr einen größeren Schritt (ca. 3h) oder mehrere kleine Schritte nacheinander machen. Loben und belohnen, wenn der Hund euch folgt. 

Morgen geht's weiter...

Tag 20

Elefantentrick/"Tanzen" Teil 3

Und wenn das schlussendlich gut funktioniert könnt ihr euch versuchen in kleinen Schritten vom Target zu entfernen. Euer Hund sollte natürlich mit den Vorderpfoten weiterhin darauf bleiben. Manchen Hunden fällt die ganze Übung leichter, wenn ihr mit einem etwas erhöhten Target arbeitet.

 

 

  

 

Tag 21 + 22

Wir wünschen euch sonnige und erholsame Osterfeiertage!

 

 

 

 

Tag 23

Heute haben wir eine kleine Herausforderung für euch - die 10-Sekunden Challenge.

Hierbei lasst ihr euren Hund Sitz oder Platz machen, legt dann ein paar Leckerlis vor ihn hin - und verlasst dann den Raum bzw. das Blickfeld eures Hundes. 

Bleibt euer Liebling brav sitzen??? ;-)

 


Tag 24

"Schau"

Mit „Schau“ lenkt ihr die Aufmerksamkeit eures Hundes auf euch. Damit lernt er, euch anzuschauen und auf weitere Kommandos zu warten. Ebenso könnt ihr ihn damit schnell von etwas ablenken. Verwendet einfach öfter das Wort „Schau“ und führt dann zum Beispiel ein Leckerli zu eurem Gesicht. Wenn euer Hund euch anschaut, bekommt er das Leckerli.

Wenn das funktioniert, wird die Ablenkung vergrößert und die Leckerchen werden mit ausgestreckten Armen dem Hund gezeigt. Links und rechts, oder auch mal ein Arm nach oben und der andere nach unten. Wenn der Hund euch dann bei dem Schau Kommando ansieht, habt ihr die Gewissheit, dass er es verinnerlicht hat. Haltet die Konzentration noch ein oder zwei Sekunden aufrecht und verlangt von eurem Hund, dass er euch dabei ansieht. Damit erreicht ihr, dass die Aufmerksamkeit für mehr als nur einen kurzen Blick erfolgt. Erst dann füttern. Bitte dabei eurem Hund nicht in die Augen starren.

Tag 25

"Winke winke": Die genaue Definition von Winken ist euch überlassen. Für mich bedeutet es, dass der Hund seine erhobene Pfote zwei Mal durch die Luft bewegt.

Pfote geben haben wir ja schon geübt. Jetzt fragt ihr die Pfote etwas weiter oben ab, damit der Hund seine Pfote höher nehmen muss. Wenn ihr zum Pfote geben ein Signalwort habt, sagt das jetzt NICHT mehr. Nun nehmt eure Hand leicht zur Seite weg, wenn der Hund versucht, euch die Pfote zu geben – der Hund greift somit in die Luft. Der Hund wird mehrere Versuche machen eure Hand zu treffen. Ihr müsst nun loben und belohnen, wenn der Hund zwei Mal in die Luft gegriffen hat. Nach ein paar Wiederholungen könnt ihr beginnen, euer Signal zu sagen, bevor ihr die Hand hinhaltet.

Tag 27

"Betteln"/"Pack"

Männchen machen und Pfote geben haben wir ja schon geübt. Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten, diese beiden zum "Betteln" zu kombinieren. 

Lasst euren Hund zunächst Männchen machen und stellt ihr eins eurer Beine ganz nah vor euren Hund. Manche Hunde werden jetzt aus Reflex versuchen, mit den Pfoten nach dem Bein zu greifen. Wenn das der Fall ist, lobt und belohnt den Hund dafür und übt genauso weiter.

Wenn das nicht automatisch funktioniert, fragt die Pfote neben dem Knie ab, während der Hund Männchen macht. Damit bringt ihr eurem Hund bei, dass eine zusätzliche Aufgabe hinzukommt. Fragt die Pfote ab und nehmt eure Hand dann weg. So sollte der Hund die Pfote an euer Bein legen…

Beachtet aber dabei, dass der Hund Männchen schon gut alleine halten kann, damit die Muskulatur nicht überbeansprucht wird. Viel Spaß!

Tag 28

Vorsitz

Wenn der Hund bereits das „Sitz-Kommando“ verstanden hat, könnt ihr in kleinen Schritten den Vorsitz üben. Hierbei stellt ihr Euch ein paar Schritte vor den Hund und ruft ihn mit einem Kommando wie „hier“ zu Euch. Nehmt ein Leckerchen in die Hand, wenn der Hund bei Euch angekommen ist, führt das Leckerchen von unten in einer Bewegung nach oben ganz nahe an Eurem Körper entlang.  Damit erreicht ihr, dass der Hund sich vor euch hinsetzt, um an das Leckerchen zu kommen. Durch die nahe Haltung an Eurem Körper muss der Hund sich dann sehr eng bei Euch hinsetzen. Achtet darauf, dass der Hund von Anfang an recht nahe bei Euch die Übung beendet. Das Leckerchen kann noch einen kleinen Moment oberhalb seiner Schnauze gehalten werden, damit er zur Ruhe kommt und verinnerlicht, dass der Vorsitz nicht von selbst aufgehoben werden darf. Beendet die Übung, indem ihr dem Hund erlaubt aufzustehen.

Tag 29

Aus den verschiedensten Gründen kann es mal notwendig sein, seinem Hund einen Maulkorb anzuziehen. Heute zeigen wir euch im Video, wie ihr euren Hund daran gewöhnen könnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 30

Heute verwenden wir wieder das Handtarget, um dem Hund beizubringen, dass er um uns herum läuft.

Ausgangsposition ist neben euch. Führt den Hund mit dem Handtarget vor euch nach rechts und nach hinten, dann müsst ihr hinter dem Rücken auf die andere Hand wechseln und führt den Hund weiter hinter euch entlang nach links - zurück in die Ausgangsposition. Hier lobt und belohnt ihr den Hund ausgiebig. Nach einigen Wiederholungen wird der Hund um euch laufen, ohne dass ihr hinter euch die zweite Hand braucht, d.h. ihr zeigt ihm einfach den Weg vor euch nach rechts und er sollte die Runde alleine um euch laufen bis zur Ausgangsposition.

Jetzt könnt ihr ein Wortsignal dazu einführen, z.B. "Rum". Sagt das Wort, dann gebt dem Hund das Signal mit eurer Hand. Der Hund sollte um euch rum laufen. Dann kann man langsam auch die Hand ausschleichen, d.h. immer weniger Bewegung mit der Hand ausführen, so dass der Hund lernt, auf das Wortsignal um euch zu laufen... Dann kann man das natürlich auch in der anderen Richtung üben. Jede Richtung sollte ein eigenes Wortsignal bekommen... Viel Spaß damit.

Tag 31

Targetstab

Nun haben wir euch so viele Übungen mit dem Handtarget gezeigt - manchmal wird es allerdings schwierig, da man mit der Hand doch nicht alle Positionen erreichen kann. Auch mit kleineren Hunden ist es schwieriger, da wir uns als Mensch immer über sie beugen müssten. Dafür gibt es dann den Targetstab. Es tut auch ein Kochlöffel, oder ein Stock/eine alte Antenne, an die man am Ende einen Schaumstoffball oder ähnliches befestigt. (Nehmt nicht gerade den Tennisball, wenn euer Schatz ein Ball-Junkie ist, aber ansonsten seid kreativ...)

Der Aufbau ist aber wieder derselbe - bietet dem Hund den Targetstab an, belohnt zuerst jedes Interesse daran, dann nur noch das anstupsen der Kugel/Spitze. Achtet darauf, dass der Hund nicht reinbeißt. Und dann könnt ihr Bewegung ins Spiel bringen. Führt den Hund durch die Beine, um euch rum, von euch weg, von Sitz ins Männchen, vom Steh ins Aufstehen, den Kopf nach unten... Im Video seht ihr gegen Ende ein paar dieser Beispiele.

Viel Spaß

Tag 32

"Verbeugen"/"Diener"

Im gestrigen Video konntet ihr am Ende schon den Ansatz sehen, wie man das "Verbeugen" aufbaut. Hier nun ein paar mehr Details. Wenn der Hund den Targetstab verstanden hat, lasse ich ihn die Spitze "suchen". Dazu halte ich ihm den Stab direkt vor die Nase und schaue aber die Spitze des Targetstabs deutlich an. Der Hund sollte nun mit der Nase an dem Stab entlang fahren, bis er die Spitze anstupst. Das wird dann in alle Richtungen geübt.

Für das Verbeugen platziere ich den Targetstab mit der Spitze nach unten vor meinen Hund, so dass er den Kopf zwischen die Beine senkt. Dann bewege ich die Spitze nach und nach weiter unter den Hund, so dass er sich strecken muss, um die Spitze zu berühren. Sollte er mit den Vorderpfoten ausweichen, kann man das Bodentarget zu Hilfe nehmen, denn auf diesem sollen ja die Vorderpfoten stehen bleiben. Neigt der Hund dazu, sich gleich ins Platz zu legen, könnt ihr mit einer Hand unter dem Bauch den Po hoch halten. Lobt und belohnt den Hund immer für jede Berührung der Spitze, später dann wenn er sich schon nach unten streckt, schlussendlich wenn die Position gut klappt... Dann kann man auch das Wortsignal dafür einführen.

Viel Spaß

Tag 33

Heute gibt's was zum Spielen... Viel Spaß




Tag 34

Zum Wochenende gibt es mal wieder etwas ruhiges - Kopf ablegen "Schäm Dich"

Auch hierfür könnt ihr auch den Targetstab verwenden. Legt den Hund ins Platz und lasst ihn den Target am Boden berühren. Lobt ihn und belohnt ihn auch nah am Boden. Nach und nach verlängert die Zeit, die der Hund den Kopf am Boden halten soll.

Dann sagt euer Wortsignal dazu - z.B. "Schäm dich", "Down", "Schlaf"... Irgendwann könnt ihr den Targetstab dann weiter weg halten und schließlich ganz weglassen.

Viel Spaß dabei.





Tag 36

Neue Woche, neues Glück... neue Challenge 😊 Die Tatort-Challenge: Legt den Hund ins "Peng", wenn er kann (ansonsten tut es auch ein Platz) und verteilt Leckerli, wie auf einer Tatort Skizze. Schickt uns gern auch eure Tatort-Fotos...



Tag 37

Heute gibt es hier noch einen schönen Trick für den Targetstab - Nicken.
Lasst den Hund vor euch sitzen und haltet den Targetstab nach unten, etwa auf Brusthöhe des Hundes. Lasst den Hund berühren, lobt ihn und füttert ihn dann oben über dem Kopf. So kommt die Nick-Bewegung zustande.
Nach ein paar Wiederholungen sagt ihr dann euer gewünschtes Wortsignal zuerst und zeigt dann den Targetstab. Statt dem einfachen "Nicken" kommt es bei Zuschauern auch sehr gut an, wenn man dem Hund eine Frage stellt - z.B.: "Warst du brav?". Dieses lernt der Hund dann als Signal und nickt als Antwort...

Tag 38

Heute gibt es eine Bodenübung für den Hund - das Kriechen.
Auch hier arbeitet ihr am besten mit dem Targetstab. Dieser ermöglicht euch besonders bei dieser Übung einigermaßen aufrecht zu bleiben. 
Legt euren Hund ins Platz und bietet ihm den Targetstab vor der Nase an. Zunächst muss sich der Hund nur ein bisschen strecken, um die Spitze zu berühren. Dann geht ihr in ganz kleinen Schritten weiter von der Nase weg. Wichtig ist dabei, dass ihr den Targetstab tief haltet, damit euer Hund nicht aufsteht. Wenn der Hund den ersten kleinen "Hopser" mit den Hinterläufen macht, weil er nachrücken muss um den Targetstab zu berühren, lobt und belohnt ihn ausgiebig. Übt das weiter, bis der Hund ein paar cm kriechen kann. Dann könnt ihr ein Wortsignal einführen.

Tag 41

"Mitte" 

Stellt euch breitbeinig mit dem Rücken zum Hund hin und führt den Hund mit dem Handtarget von hinten zwischen die Beine. Das funktioniert super, in dem man das Leckerli wegwirft und sich dann wieder mit dem Rücken zum Hund positioniert... Wenn man möchte, dass der Hund sich absetzt, nimmt man die Hand bisschen nach oben.
Nach ein paar Wiederholungen könnt ihr anfangen, das Wortsignal vorher zu sagen, z.B. „Mitte“.
Wenn dieser Vorgang gut klappt läuft man einen Schritt los, ich verbinde das mit dem Kommando „Mitte Lauf“. Man läuft langsam los und führt das Handtarget nach vorne. So läuft der Hund zwischen den Beinen mit 


Tag 42

Apportieren in die Hand - eine kontrollierte Übergabe in die Hand, damit man sich zum Beispiel beim Spaziergan nicht mehr bücken muss.

Weiter ausbauen könnte man das dann als "Aufräumen - dass der Hund die Gegenstände in eine Box oder einen Eimer bringt...


Tag 43

Heute zeigen wir euch mal ein paar Slalomvarianten. 

Hierbei muss der Hund gar nichts neues lernen, sondern ihr müsst euch etwas anders hinstellen oder bewegen... Ihr könnt z.B. seitwärts laufen oder rückwärts, oder zwischen zwei Slaloms ein paar (Kreuz-)Schritte zur Seite machen...

Für den Hund ist es weiter nur der Slalom durch eure Beine...

Tag 44

"Versteck Dich"

Eine Variante diesen Trick beizubringen, ist es den Moment abzuwarten, in dem der Hund sich putzt/kratzt, das Wortsignal dazu sagen und belohnen - das nennt man Capture (engl. für einfangen). Das Putzen kann man auch herausfordern/provozieren, indem man etwas Klebeband auf die Nase klebt... Allerdings bekommt man dann tatsächlich das Putzen, d.h. der Hund wischt über die Nase.

Wenn man erreichen will, dass der Hund in der Position verharrt, ist folgende Variante zielführender: Fragt die Pfote ab, indem ihr eure Hand hinhaltet (am besten die gleiche, wie der Hund geben soll, also Mensch und Hund beide links oder beide rechts) und das Futter unter der Pfote durchreicht. Nach und nach versucht man dann die Pfote auf der Nase abzulegen...

Tag 45

Heute zeigen wir euch das rückwärts Gehen. Als Hilfsmittel braucht ihr eine Stange und/oder ein kleines Podest. Es machen sich zum Beispiel ganz gut: ein Besenstiel, eine Holzleiste; bzw. ein Holzbrett, ein gefaltetes Handtuch oder ähnliches - Hauptsache der Hund merkt einen Unterschied oder eine kleine Stufe.

Variante 1: Stellt euren Hund genau vor die Stange (wenn er initial sitzt, ist auch nicht schlimm) und euch direkt gegenüber, leicht breitbeinig. Legt nun ein Leckerli zwischen eure Füße oder kurz hinter euch. Der Hund darf sich das Leckerli holen, und wird dann - um euch wieder anschauen zu können - rückwärts laufen, bis er wieder vor euch steht. Lobt und belohnt ihn ausgiebig. Achtet darauf, dass ihr das Leckerli nicht zu weit nach hinten legt, sonst wird der Hund drunter durch laufen. Außerdem solltet ihr nach den ersten Wiederholungen nur belohnen, wenn der Hund mit allen 4 Pfoten wieder hinter der Stange ist! Das wird dann wichtig, wenn ihr euch nach und nach (in ca. 5 cm-Schritten) weiter von der Stange entfernt. Und besonders wichtig ist es, dass ihr tief belohnt, damit der Rücken gerade bleibt und der Hund sich nicht wieder hinsetzt.

Variante 2: nehmt ein kleines Podest und lasst den Hund mit allen 4 Pfoten darauf stehen. Stellt euch direkt davor und verfahrt wie in Variante 1 - Leckerli zwischen die Füße, Hund geht zurück um euch wieder anzuschauen. Dann in kleinen Schritten vom Podest entfernen. Wenn der Hund mit allen Vieren vom Podest runter kommt, reicht es, wenn er mit den Hinterpfoten wieder auf das Podest steigt. Bei diesem Trainingsschritt könnt ihr das Podest quer legen oder verkleinern - je nachdem mit was ihr arbeitet. So etabliert ihr zusätzlich ein neues Target, dass der Hund rückwärts ansteuern soll.

Wenn der Hund zuverlässig rückwärts zwischen euren Beinen hervor und über die Stange bzw. auf das Podest läuft, könnt ihr beginnen vorher das Wortsignal (z.B.: Zurück, Back, Rückwärts,...) zu sagen. Am besten in dem Moment, in dem er das Leckerli frisst oder gefressen hat, also bevor er losläuft. Dann braucht ihr auch bald kein Leckerli mehr "verschenken", holt ihn einfach mit dem Handtarget direkt vor euch und lasst ihn dann von euch auch rückwärts loslaufen.

Tag 46

Heute wollen wir euch noch eine Anregung mitgeben, wie man den Hund spielerisch beschäftigen kann. 

In den letzten Wochen haben wir euch viele schöne Tricks und andere Übungen gezeigt - diese kann man super in einem Parcours verwenden...

Alles, was euch und eurem Hund Spaß macht und eure Wohnung/euer Garten hergibt, ist erlaubt...






Tag 47

Der Welpe kommt
Nun ist es endlich soweit – das lang ersehnte Familienmitglied zieht ein, und nun? Viele Fragen und die ein oder andere Unsicherheit tauchen auf. Da wir euch zur Zeit noch nicht mit der Welpenstunde unterstützen können, hier eine kleine Checkliste, was es zu beachten gibt:
1. Gebt eurem neuen Familienmitglied Zeit zuhause anzukommen. Bindet ihn in euren Alltag ein, aber gebt ihm auch Zeit sich auszuruhen. Das Warum ist ganz einfach erklärt: ein Hund muss erst lernen, was es heißt zur Ruhe zu kommen. Die einen müssen dies mehr lernen, als die anderen. Im Schlaf wird wie bei uns Menschen das Geschehene, Erlebte und Gelernte verarbeitet. Der erste Grundstein wäre hiermit gelegt, denn wer möchte nicht gerne auf Dauer einen entspannten und ausgeglichenen Hund daheim haben.
2. Achtet darauf, dass eure Spaziergänge nicht zu lange sind. Als Faustformel 5 Minuten pro Lebensmonat. Jetzt werden viele sagen: das reicht doch nicht, mein Welpe ist danach nicht ausgelastet. Wenn Ihr euch nicht auf Dauer einen kleinen Tyrannen heranziehen möchtet, der später 24 Stunden Aktion fordert, dann solltet ihr das beherzigen. Für Auslastung kann man auch bei den ganz Kleinen zum Beispiel mit Target Training sorgen. Schaut doch in unseren Berichten nochmal ein paar Wochen zurück nach dem Handtarget, Targetstab und Bodentarget. Diese spielerischen Übungen, in ganz kurzen Sequenzen spielerisch aufgebaut, machen auch müde.
3. Lasst das Futter nicht dauerhaft stehen. Gebt dem Hund Zeit sein Fressen zu essen, aber sollte er dies nicht tun, dann stellt ihr es weg. Denn ein Hund sollte sich nach dem Fressen mindestens 30 Minuten ausruhen, damit das Risiko einer Magendrehung minimiert wird. Daher ist es wichtig das Fressen nicht dauerhaft zur Verfügung zu stellen.
4. Gewöhnt ihn mit überwiegend positiver Bestätigung an das Halsband oder Geschirr und die Leine. Baut keinen Druck auf und legt es immer mal wieder an und ab, damit der Hund sich in Ruhe daran gewöhnen kann.
5. Lasst nicht Unmengen an Spielzeug zu seiner freien Verfügung rumliegen. Ihr seid der Spielpartner des Hundes. Es sollte ihm Spaß machen mit euch zu spielen. Holt einfach das ein oder andere Spielzeug raus, wenn ihr mit ihm spielen möchtet. Dies fördert zusätzlich die Bindung zu eurem Vierbeiner. Bitte vermeidet Spielzeuge, die quietschen, sowie das klassische Ball spielen.
6. Versucht dem neuen Familienmitglied so viele Eindrücke wie möglich mitzugeben. Lauft an Straßen, fahrt mit dem Auto, geht ans Wasser, lasst gerne auch mal Zuhause etwas runterfallen und lasst ihn, wenn möglich, mit älteren Hunden spielen usw.

Und jetzt euch viel Spaß beim Umsetzen

Und zum Abschluss noch ein veranschaulichendes Video von DogUniversity: 






Tag 49

Bald dürfen wir wieder mit dem Training auf dem Hundeplatz beginnen. Möglicherweise mit den Welpen- und Junghundestunden am 17.05.2020. 

Um die verbleibende Wartezeit zu überbrücken haben wir noch ein paar hilfreiche Videos von der Dog University für euch zusammen gesucht.


Beißen abgewöhnen:








Rückruftraining:






 
Leinenführigkeit:







Nach 7 Wochen voller Tipps und Tricks und Übungen beenden wir diese Aktion und freuen uns euch bald wieder auf dem Hundeplatz begrüßen zu dürfen! Bis es losgeht schaut doch gern durch unser Trainingsangebot, ob eine Sparte oder Sportart für euch besonders interessant ist...